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Eine Freundin für den zweiten Bildungsweg Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries zu Gast am Abendgymnasium Darmstadt Noch druckfrisch war das Exemplar des neu aufgelegten, dritten Schulprogramms des Abendgymnasiums Darmstadt, das Schulleiter Werner Reith der Darmstädter Bundestagsabgeordneten und früheren Bundesjustizministerin Brigitte Zypries bei ihrem Informationsbesuch am Abendgymnasium überreichen konnte. Anfang Mai wurde das dritte Schulprogramm der Schule für Erwachsene auf Schloss Heiligenberg in Seeheim-Jugenheim verabschiedet. „Lebenslanges Lernen als ein Grundprinzip der heutigen Bildungspolitik wird künftig noch stärker die einzelnen Lernabschnitte im Leben eines Menschen prägen“, fasste Reith das Schulprogramm zusammen. Brigitte Zypries, auf Initiative der Freunde und Förderer des Abendgymnasiums zu Gast an der Martin-Buber-Straße, bekundete ihren Respekt vor der Lernleistung von Erwachsenen, die neben ihrem Beruf auf dem zweiten Bildungsweg höhere Schulabschlüsse erreichen: Seit dem ersten Abiturjahrgang 1958 (das Abendgymnasium in Darmstadt wurde 1955 gegründet) gab es 3661 Abiturienten, 711 Absolventen der Fachhochschulreife, 338 mittlere Bildungs- und 51 Hauptschulabschlüsse. Zypries informierte sich im Gespräch mit Lehrkräften und Studierenden über die Angebote des Abendgymnasiums in Darmstadt. Über die Arbeit der Außenstellen Groß-Gerau und Michelstadt sprach Lehrer Hans-Willi Ohl. Karlheinz Steinmetz, Vorsitzender des Fördervereins, gab mit dem stellvertretenden Schulleiter und Geschäftsführer des rund 350 Mitglieder zählenden Vereins, Günter Polzer, einen Überblick zu den Aktivitäten der rührigen Freunde und Förderer: „Unser Verein leistet dort finanzielle Hilfe, wo öffentliche Mittel nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen“, erläuterte Steinmetz: „Und gerade der zweite Bildungsweg hat es in ohnehin schwierigen Zeiten oft noch schwerer.“
„Die räumliche Situation für unsere Kinderbetreuung hat uns in der Vergangenheit oft Probleme bereitet“, berichtete der stellvertretende Schulleiter Günter Polzer: „Wir wurden von Seiten der Stadt mit immer neuen Auflagen konfrontiert.“ Schließlich habe die Studierendenvertretung einen Raum abgegeben, in dem inzwischen die Kinderbetreuung fortgeführt werden kann. Zypries überzeugte sich beim Besuch des Kinderhorts von der Notwendigkeit dieses Angebotes: „Eine Einrichtung wie das Abendgymnasium ist wichtig und notwendig und es ist richtig, dass es ein Angebot bereithält, das es jungen Müttern ermöglicht, sich hier weiter zu qualifizieren“, so die Bundestagsabgeordnete. Rund 500 Studierende, davon etwa 300 am Hauptstandort in Darmstadt, sind derzeit dabei, höhere Bildungsabschlüsse zu erwerben, begleitet von einem reichhaltigen Schulleben und einem engagierten Umfeld: Brigitte Zypries sagte dem Abendgymnasium Hilfe und Unterstützung zu – was wiederum Schulleiter Werner Reith freute: „Es ist schön, dass unser Abendgymnasium und der zweite Bildungsweg in Frau Zypries eine Freundin gefunden hat!“ |
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